Blick in die Ausstellung in der Orangerie
© Gabriele Rataj
Körperlichkeiten in der Orangerie
Mehr als eine Generation liegt zwischen den beiden Künstlerinnen, deren Arbeiten noch einmal am Wochenende 21./22. Februar in der Orangerie des Schlossgutes betrachtet werden können. Beide beschäftigt der menschliche Körper.
Altlandsberg. "Generationen" ist die gegenwärtig noch laufende Ausstellung überschrieben. Während Marguerite Blume-Cárdenas (Mitte 80) mit Sandstein arbeitet, bevorzugt Wiebke Conrad (Mitte 30) den Bleistift.
Gemessen am Alter trennt sie ein halbes Jahrhundert. Oder bezieht sich der Titel "Generationen" auf den Gegenstand ihres künstlerischen Interesses, den menschlichen Körper? So wie Generationen vor und nach den zwei Frauen richteten sich die Blicke von Malern, Zeichnern, Bildhauern, Holzbearbeitern darauf. Wie unterschiedlich deren zu bearbeitendes Material war, so verschieden sind auch die Ausdrucksweisen der renommierten Bildhauerin Marguerite Blume-Cárdenas und der noch wenig bekannten Wiebke Conrad.
Eine ganz eigentümliche Spannung entwickelt sich in den kleinen Räumlichkeiten zwischen den schrundigen sandsteinernen Skulpturen von Blume-Cárdenas und den großflächigen Graphitzeichnungen auf Büttenpapier an den Wänden. Der Besucher wandert wie zwischen zwei gegensätzlichen Polen. Die Sinnlichkeit in ihren Werken wirkt dabei als verbindendes Element. Wenn sich auch nicht alles jedem Betrachtenden erschließen mag, so bescheinigt ein Blick ins Gästebuch doch auch andere Empfindungen. Sie reichen von Wohlklang bis gelungenes Duett.
Textquelle: Gabriele Rataj
Datum: 16.02.2026
Kontrastreich: in Sandstein und Graphit auf Büttenpapier
© Gabriele Rataj
Beflügelte Phantasie
© Gabriele Rataj
Dieser Artikel wurde erstellt durch:
Redaktionsbüro reisereste.de
Gabriele Rataj
Redakteurin
