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Jubiläumspflanzung mit 130 Teilnehmer*innen

20 Jahre Bergwaldprojekt-Waldschule - Junge Menschen übernehmen Verantwortung für die natürlichen Lebensgrundlagen // Großer Schüler*innen-Pflanztag am 13. November mit 130 Teilnehmenden in Hangelsberg (Brandenburg)

Seit 20 Jahren beteiligt die Waldschule des Bergwaldprojekts junge Menschen aktiv am Schutz und an der Wiederherstellung von Ökosystemen und fördert dabei Naturverbundenheit, Gemeinschaftssinn und Selbstwirksamkeit. Zum Jubiläum organisiert das Bergwaldprojekt in Kooperation mit dem Forstbetrieb Hangelsberg des Landesbetriebs Forst Brandenburg am 13. November 2026 einen großen Pflanztag mit 110 Jugendlichen und ihren Lehrkräften und Betreuer*innen aus Berlin in Hangelsberg in Brandenburg. Die Teilnehmenden werden an dem Tag 3.000 standortgerechte Bäume für die Entwicklung naturnaher Wälder pflanzen. Auch Vertreter*innen aus dem Bundesumweltministerium, von Fridays for Future und von Forst Brandenburg beteiligen sich.

Die Waldschule des Bergwaldprojekts e.V. feiert in diesem Jahr ihr 20-jähriges Bestehen.
Seit 2006 ermöglicht das Bildungsprogramm Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen, sich aktiv für den Schutz und die Wiederherstellung der natürlichen Lebensgrundlagen einzusetzen. Im Mittelpunkt stehen dabei gemeinsame praktische Arbeiten in Wäldern, Mooren und Offenlandschaften. Die Teilnehmenden lernen die wichtigen Funktionen dieser Ökosysteme kennen, erleben ihre Gefährdungen unmittelbar und leisten einen konkreten Beitrag zu ihrer Erhaltung.

Das Konzept der Waldschule verbindet ökologische Bildung mit praktischer Beteiligung und gemeinschaftlichem Handeln. So entsteht ein gemeinsamer Lernraum, in dem Bildung für nachhaltige Entwicklung konsequent umgesetzt wird. Die jungen Menschen entwickeln einen persönlichen Bezug zur Natur und erfahren, wie sehr unsere Lebensgrundlagen von intakten Ökosystemen abhängen. Gleichzeitig erleben sie, dass sie gemeinsam Verantwortung übernehmen und Veränderungen selbst bewirken können. Damit fördert die Waldschule nicht nur ökologisches Bewusstsein, sondern auch Gemeinschaftssinn, gesellschaftliche Teilhabe und die Bereitschaft, die eigene Zukunft aktiv mitzugestalten.

Für diesen Ansatz wurde das Bergwaldprojekt im Weltaktionsprogramm Bildung für nachhaltige Entwicklung vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und der deutschen UNESCO-Kommission ausgezeichnet und die Waldschule im Bundesprogramm Biologische Vielfalt gefördert.

20 Jahre gemeinsames Engagement

In den vergangenen zwei Jahrzehnten haben sich fast 5.000 junge Menschen in mehr als 230 Projektwochen der Waldschule bundesweit engagiert und dabei über 150.000 Stunden praktische Arbeit für die Erhaltung und Wiederherstellung von Ökosystemen geleistet.

Die Einsatzorte und Aufgaben sind vielfältig: Auf der Nordseeinsel Amrum helfen Jugendliche und junge Erwachsene bei der Eindämmung invasiver Arten, im Nationalpark Jasmund unterstützen sie die Wiedervernässung von Mooren, in den bayerischen Alpen werden standortheimische Bäume für naturnahe Bergmischwälder gepflanzt, in der Rhön tragen die Teilnehmenden zur Erhaltung artenreicher Offenlandschaften und in Brandenburg zur Stabilisierung von labilen Kiefernmonokulturen bei.

Die Waldschule arbeitet mit Schulen unterschiedlicher Schularten und -formen, Jugendhilfeeinrichtungen, Freiwilligendiensten, Hochschulen und internationalen Austauschprogrammen zusammen. Sie ermöglicht jungen Menschen unterschiedlicher sozialer und kultureller Hintergründe gemeinsame Natur- und Gemeinschaftserfahrungen.

Stephen Wehner, geschäftsführender Vorstand des Bergwaldprojekts e.V., erklärt: „Unsere natürlichen Lebensgrundlagen sind zunehmend gefährdet. Es reicht nicht aus, die heranwachsende Generation über diese Entwicklungen nur zu informieren, sondern wir wollen sie aktiv an der Erhaltung und Wiederherstellung der Ökosysteme beteiligen. In der Waldschule erleben junge Menschen, dass sie gemeinsam etwas bewirken können und dass es sich lohnt, im Alltag achtsam mit den natürlichen Ressourcen umzugehen. Diese Erfahrung von Selbstwirksamkeit, Gemeinschaft und Verantwortung ist eine wichtige Voraussetzung dafür, unsere Zukunft demokratisch und gemeinwohlorientiert zu gestalten.“

Jubiläumspflanzung mit 130 Teilnehmer*innen in Brandenburg

Anlässlich des 20-jährigen Bestehens veranstaltet das Bergwaldprojekt am Freitag, 13. November 2026, gemeinsam mit dem Landesbetrieb Forst Brandenburg einen großen Pflanztag im Forstbetrieb Hangelsberg bei Berlin. Rund 110 Schüler*innen und Jugendliche aus Berliner Bildungs- und Jugendhilfe-Einrichtungen und ihre Lehrkräfte und Betreuer*innen werden dann gemeinsam 3.000 standortgerechte Trauben- und Stieleichen pflanzen. Die Maßnahme unterstützt die naturnahe Entwicklung der heute überwiegend von Kiefernreinbeständen geprägten Wälder zu struktur- und artenreicheren Mischwäldern. Damit wird ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber den Folgen der Klimakrise gestärkt. Bei der Aktion engagieren sich Schüler*innen von der 7. bis zur 11. Klasse des Grünen Campus Malchow, des Lilienthal-Gymnasiums Berlin, der Anna-Essinger-Gemeinschaftsschule sowie Jugendliche des Kinder- und Jugendhauses Mariaschutz aus Berlin-Wilmersdorf.

Die Jubiläumsveranstaltung wird von Vertreter*innen aus Politik, Forstwirtschaft und der Jugendklimabewegung begleitet. Eike Christiansen, Referatsleiter Waldschutz, nachhaltige Waldbewirtschaftung, Wildnis im Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit, und Hubertus Kraut, Direktor des Landesbetriebs Forst Brandenburg, werden die Veranstaltung mit Grußworten eröffnen. Mika Schachenmayr wird als Vertretung von Fridays for Future Berlin das Engagement junger Menschen als essenziell für Klimaschutz und die Erhaltung unserer natürlichen Lebensgrundlagen hervorheben.

Der gemeinsame Pflanztag steht beispielhaft für das Konzept der Waldschule:
Junge Menschen erfahren die Bedeutung der natürlichen Lebensgrundlagen und übernehmen Verantwortung für das Gemeinwohl.

Der Forstbetrieb Hangelsberg bewirtschaftet rund 16.000 ha Wald, der sich hauptsächlich im Südosten Berlins im Landkreis Oder-Spree befindet. Weitere Landeswaldflächen des Forstbetriebs liegen zerstreut im Landkreis Märkisch-Oderland. Die Waldbestände sind stark durch die Kiefer geprägt, die einen Anteil von 88 % ausmacht. Im Zuge der Waldverjüngung, die mit 90 ha pro Jahr vorangebracht wird, soll mehr Laubholz aufwachsen. 70 % der Flächen im Bewirtschaftungsbereich besitzen einen Schutzgebiets-Charakter (NSG, LSG, FFH, Natura 2000, Naturpark Märkische Schweiz und Naturpark Dahme-Heideseen).

Seit 2021 ist der Forstbetrieb Hangelsberg Partner des Bergwaldprojekt e.V.. Der jährliche Projektumfang beträgt aktuell eine Woche.

Textquelle: Bergwaldprojekts e.V.

Datum: 11.11.2026


www.bergwaldprojekt.de



Dieser Artikel wurde erstellt durch:

Film- und Fernsehproduktion Rätzel
Stephan Rätzel
Redaktion


Tel.: 033 456 72 19 89

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