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Landessieger „Langes Haus Altfriedland“
Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke empfing am 2. November nicht zufällig einige Mitglieder des Vereines „Langes Haus Altfriedland“ in der Potsdamer Staatskanzlei. Die Landessiegerprojekte des Deutschen Nachbarschaftspreis 2026 stehen fest!
Der Verein „Langes Haus Altfriedland“ im Neuhardenberger Ortsteil Altfriedland (Märkisch-Oderland) hat aus einem einst verwilderten Garten rund um das Lange Haus einen Treffpunkt für das ganze Dorf gemacht. Am Backofen, im Kräutergarten und in der Heimatstube kommen alle Generationen zusammen. Für diese Initiative wurde der Verein mit dem Deutschen Nachbarschaftspreis der nebenan.de Stiftung als Brandenburger Landessieger gekürt.
Aus allen 80 Nominierten überzeugten die Preisträger:innen die Expert:innenjurys mit ihrem Einfallsreichtum und der positiven Veränderung, die sie in ihrer Nachbarschaft erreicht haben.
Der Verein „Langes Haus Altfriedland“ e.V. wurde 1993 gegründet und hat 36 Mitglieder. Im Jahr 2020 hat der Verein damit begonnen, das fast 300 Jahre alte Lange Haus in Altfriedland zu einem Begegnungsort zu entwickeln. So wurde aus dem verwilderten Garten ein Kräutergarten und aus der alten Waschküche eine Vereinsküche. 2021 kam der Dorfbackofen mit überdachtem Platz dazu. Dort wird gebacken, gekocht, gegessen und gefeiert. Es gibt Konzerte und Veranstaltungen. Im Sommer findet über mehrere Wochen das Café der Vereine statt.
Mitten im Altfriedland steht das 300 Jahre alte Lange Haus. Weil in Neuhardenberg Orte der Gemeinschaft fehlten, beschloss der Verein Langes Haus Altfriedland im Jahr 2020, das Gelände wieder herzurichten – mit Kräutergarten, Vereinsküche und ökologischen Trenntoiletten. 2021 kam der Dorfbackofen mit überdachtem Platz hinzu. Beim zwölfwöchigen “Café der Vereine” stellt jedes Wochenende ein anderer Verein seine Arbeit vor. Auch bei Festen, Workshops und Arbeitseinsätzen können sich die Nachbar:innen mit ihren Ideen und Fähigkeiten einbringen. So kommen jährlich rund 1.200 Menschen aus der Umgebung zusammen. Der Verein selbst besteht aus einem sechsköpfigen Vorstand und 36 Mitgliedern.
In der ehemaligen Heimatstube finden Besucher:innen eine Ausstellung mit Fotos, Filmen und Dokumenten von zwölf Zeitzeug:innen. Besonders spannend ist die wahre Geschichte "Mord in der Dammmühle", die Altfriedland schon 1724 bis nach Berlin und darüber hinaus bekannt machte.
Natur und die Besonderheiten der Region spielen eine große Rolle für den Verein – nicht nur auf den beliebten Wanderungen im Vogelschutzgebiet. Gründungsmitglied Alfred nahm in der Corona-Zeit einen Podcast über heimische Kräuter und deren Anwendung auf, der bis heute schon 12.200 Mal gehört wurde.
Alle 16 Preisträger:innen erhalten jeweils ein Preisgeld von 2.000 Euro. Damit können sie ihr Engagement weiter vorantreiben und andere inspirieren, ebenfalls aktiv zu werden.
Textquelle: nebenan.de Stiftung gGmbH
Datum: 04.11.2026
Dieser Artikel wurde erstellt durch:
Film- und Fernsehproduktion Rätzel
Stephan Rätzel
Redaktion
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