Naturnaher Garten
© Henriette Subklew
Ausgezeichnet: Naturgarten
in Märkischer Schweiz
Erster Naturgarten im Naturpark Märkische Schweiz ausgezeichnet
Die Naturparkverwaltung Märkische Schweiz zeichnet ab sofort Gärten, die ohne die Verwendung von Torf und chemisch-synthetische Dünger und Pestizide bewirtschaftet werden, mit der Plakette „Natur im Garten“ aus. Mit dieser Initiative soll ein Zeichen für nachhaltiges Gärtnern sowie für eine ökologisch wertvolle, naturnahe Gartengestaltung gesetzt werden. Interessierte aus dem Naturpark können sich ab sofort bewerben.
Was macht einen naturnahen Garten aus? Grundlegende Bestandteile sind wilde Ecken und naturnaher Wuchs, blütenreiche Staudenbeete, alte Obstbäume sowie Gemüse- und Kräutergärten. Aber auch eine Vielfalt an Gartenelementen und eine Bewirtschaftung mit Kompost, Regenwasser und Mulch sind wichtige Elemente eines Naturgartens.
Der Garten von Claudia Berner ist der erste, der die Plakette von der Naturparkverwaltung erhalten hat. Das schmale Grundstück im Zentrum von Buckow fällt auf 600 Quadratmeter zur Schnorke hin ab. Es erfüllt die Kernkriterien der chemie- und torffreien Bewirtschaftung in vorbildlicher Weise. Bei den Naturgartenelementen sticht eine Mauer aus unverfugten Feldsteinen als Terrassenbegrenzung hervor, ein Refugium für Erdkröten und Blindschleichen. Weiterhin bemerkenswert sind drei alte, große Walnussbäume und Obstbäume, die nicht auf Ertrag geschnitten sind. Sie bieten reichlich Lebensraum für Insekten, Vögel und Säugetiere, wie das Eichhörnchen.
Die Wege zwischen der Vielzahl an Blumen- und Staudenbeeten sind unversiegelt und bestehen aus einem kräuterreichen Rasen. Überall werden heimische Wildpflanzen toleriert und ergänzen den Bestand an Zierpflanzen, Kräutern und Gemüse. Kompostwirtschaft, Regenwassernutzung sowie der weitgehende Verzicht auf Plastik, nächtliche Beleuchtung und Technik wie Mähroboter sind Kriterien, die bei der ökologischen Bewirtschaftung punkten.
Doch „erlaubt“ ist auch, was gefällt: jetzt im Herbst entfaltet das riesige Dahlienbeet seine volle Blüten- und Farbenpracht. Auch verschiedene Rosensorten blühen noch in Claudia Berners Garten.
Hintergrund:
Die Initiative „Natur im Garten“ hat ihren Ursprung in Österreich. Sie bietet Service, Beratung und Unterstützung für alle, denen das naturnahe Gärtnern am Herzen liegt. Ziel der Bewegung ist es, die ökologische Gestaltung und Pflege von privaten Gärten und öffentlichen Grünräumen zu fördern. Das naturnahe Gärtnern bietet ein unschätzbares Potenzial für eigenes nachhaltiges Handeln. Naturgärten ermöglichen nicht nur Entspannung und Lebensfreude. Sie bieten die Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen, gesunde Früchte zu ernten, Pflanzen und Tieren einen Lebensraum zu bieten und dabei einen wertvollen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten. Deswegen unterstützen die Naturparke in Brandenburg die Aktion „Natur im Garten“. Das Landesamt für Umwelt hat
dafür die Trägerschaft übernommen und trägt die Lizenzkosten. Weitere Informationen und das Anmeldeformular gibt es auf der zentralen Seite https://www.natur-brandenburg.de/erleben-lernen/naturimgarten oder bei der Naturparkverwaltung.
Ansprechpartnerin:
Henriette Subklew
Telefon: 033433-15855
E-Mail: Henriette.Subklew@LfU.Brandenburg.de
Textquelle: Henriette Subklew
Datum: 30.10.2026
Dieser Artikel wurde erstellt durch:
Redaktion MOL Nachrichten
Andreas Prinz
Redaktion
Tel.: 0 33 41 / 49 99 99
