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Karsten Krampitz - Gesellschaft mit beschränkter Hoffnung
Unglaubliche Geschichte einer gelebten Utopie
Die unglaubliche Geschichte einer gelebten Utopie mitten in der DDR: Die »Krüppelkommune« von Hartroda
Am Donnerstag, den 22. Oktober 2026 gibt es ab 19:00 Uhr eine Lesung mit Karsten Krampitz in der Stadtpfarrkirche Müncheberg unter dem Titel Gesellschaft mit beschränkter Hoffnung in Kooperation mit der Stadtbibliothek Müncheberg im Rahmen der Veranstaltungsreihe LesBar.
Arnstadt, Thüringen, Ende der 70er Jahre. In einem Heim für behinderte Jugendliche beschließen vier Freunde, die sich kaum bewegen können: Wir brechen aus. Von Rente und Pflegegeld wollen sie sich Pfleger finanzieren, ein Haus bekommen sie von der Kirche – das alte Pfarrhaus in Hartroda, im Altenburger Land.
So beginnt die Geschichte einer Kommune, die völlig aus der Zeit und aus dem Land gefallen ist. Die einen bekommen Hilfe, die anderen Asyl – vor der Schinderei im Staatsbetrieb, vor einem Leben im stupiden Kreislauf von Arbeiten, Saufen, Schlafen. Eine Gemeinschaft der Gleichen, in der alles geteilt wird – Geld und Bücher, Platten und Bier, aber auch alle Gebrechen. Eine Gemeinschaft der Aussortierten, die sich mit Witz und Chuzpe das Undenkbare erkämpft: ein selbstbestimmtes Leben, vielleicht sogar Freiheit. Unter dem Schirm der Kirche wird sie, so scheint es zumindest, vom DDR-Apparat in Ruhe gelassen.
Textquelle: Stadtpfarrkirche Müncheberg
Datum: 18.10.2026
www.stadtpfarrkirche-muencheberg.de
Dieser Artikel wurde erstellt durch:
Redaktion MOL Nachrichten
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