Symbolbild
© Steffen Herre
ungewöhnlicher Waldumbau -
spätblühende Traubenkirsche
Strausberg. Nicht jeder Baum, der im Wald eigentlich unerwünscht ist, muss gleich verschwinden. Das zeigt der Umgang mit der Spätblühenden Traubenkirsche im Strausberger Stadtforst. Die aus Nordamerika stammende Baumart kann heimische Pflanzen verdrängen, hat aber auch eine durchaus nützliche Eigenschaft: Ihr dichter Bewuchs schützt den Waldboden vor Austrocknung.
Wie der Strausberger Stadtforst mitteilt, wird die Traubenkirsche deshalb nicht grundsätzlich entfernt, sondern gezielt dort zurückgedrängt, wo sie die Entwicklung anderer Baumarten behindert. Darüber wurde auch bei einer Waldbegehung Ende September informiert. Hintergrund ist der langfristige Waldumbau. Rund 70 Prozent des etwa 2.000 Hektar großen Stadtforstes sind von Kiefern geprägt. Künftig sollen unter anderem Eichen, Hainbuchen und Rotbuchen für mehr Vielfalt sorgen und den Wald widerstandsfähiger gegenüber Trockenheit und Klimaveränderungen machen.
Der Umbau braucht allerdings Zeit. Schließlich wachsen neue Wälder nicht über Nacht, und nicht jede Maßnahme ist an jedem Standort gleichermaßen sinnvoll. So darf im Strausberger Stadtforst ausgerechnet ein unerwünschter Gast stellenweise bleiben, weil selbst ein Störenfried manchmal etwas Nützliches beitragen kann.
Datum: 13.10.2026
Dieser Artikel wurde erstellt durch:
Redaktion MOL Nachrichten
Steffen Herre
Redakteur
