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Ein Tütchen mit Inhalt: Svenja Kauer von der Schlossgut-GmbH begrüßt damit Aussteller Manfred Zémsch und Laudator Gerd Hünger (v. l.).

Ein Tütchen mit Inhalt: Svenja Kauer von der Schlossgut-GmbH begrüßt damit Aussteller Manfred Zémsch und Laudator Gerd Hünger (v. l.).
© Gabriele Rataj

Farbgewaltig, schwungvoll, intensiv

"Unterwegs" heißt die neue Ausstellung in der Orangerie in Altlandsberg. Manfred Zémsch aus Wandlitz stellt dort bis zum 8. November 2026 aus.

Altlandsberg. Er mag kräftige Farben und er mag Bäume. Immer wieder. Und Landschaften und Alleen. Er mag den Wald und das Feld, den Wind und die Wolken. Sie kommen in Manfred Zémschs Bildern so frisch und kraftvoll daher, dass man dem Künstler seine 90 gelebten Jahre kaum abkaufen will.
So umtriebig und lebensfroh konnten Besucher den in Wandlitz lebenden Maler auch zur Vernissage kennenlernen. Es sei bereits die 14. Ausstellung in der Orangerie des Schlossgutes Altlandsberg, konstatierte Altlandsbergs Bürgermeister Michael Töpfer zur Eröffnung. Er hieß nicht nur Manfred Zémsch und das Publikum herzlich willkommen, sondern nutzte zugleich die Gelegenheit für ein großes Dankeschön. Ohne die Mitglieder der Fördergesellschaft, die ehrenamtlich den Betrieb der kleinen Galerie absichern, und Svenja Kauer von der Schlossgut GmbH gäbe es diese Kultur-Adresse nicht.
So aber können Interessierte an den Wochenenden nachmittags eintauchen in die farbigen Welten des Manfred Zémsch. Sie können mit ihm "unterwegs" sein, wie es der Titel der Präsentation – ein Querschnitt durch Zemschs Schaffen – andeutet. Von Brandenburg zur Küste und bis nach Kuba. Mal kraftvoll und farbexplosiv wie in "Symphonie" oder "Herbststurm", dann plötzlich pastellig wie in "Winterallee" und ganz sensibel betrachtet in ungetitelten Bildern. Oder ganz anders in den fünf kleinen Porträts von Adorf bis Woidke.
Mit Pinsel und Spachtel auf Acryl hat Zémsch Momente festgehalten, die ihn zum Abenteuer des Malens bewegt haben. Genau das sei es für ihn, schreibt er im Vorwort zu seinem Katalog. "Vom Kopf ins Herz, vom Herz in die Hand und die macht dann was ganz Eigenes daraus", erklärte er Besuchern beim Rundgang den Schaffensprozess.
Wie tief Zémsch dabei in die Natur, in die Landschaft, den jeweiligen Augenblick eintaucht, wie konzentriert er dabei zu Werke gehen muss, beschrieb zur Eröffnung der langjährige Freund des Malers, Gerd Hünger, in seiner Laudatio. Acrylfarben trocknen sehr schnell und härten aus. Jeder Strich muss sitzen, braucht zuvor eine "sehr komplexe Auseinandersetzung mit dem Malstoff" und "nie unabhängig von der Gefühlslage". Und wohlfühlen, so sein Wunsch, sollten sich die Besucher in der Ausstellung.
"Glücklich ist, wer das Leben in Farben genießt", liest man unter der Selbstkarikatur von Manfred Zémsch, die quasi thematisch nicht nur für seine malerische Leidenschaft steht. Machen Sie sich ein Bild davon - bei einem Besuch der Ausstellung.

Textquelle: Gabriele Rataj

Datum: 28.09.2026


Einfühlsame musikalische Begleitung: Das übernahm Detlef Groth von Radio Ginseng.

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© Gabriele Rataj

"Winterallee" und "o. Titel" überzeugen auch mit Pastelltönen.

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© Gabriele Rataj



Dieser Artikel wurde erstellt durch:

Redaktionsbüro reisereste.de
Gabriele Rataj
Redakteurin

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