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Tourismus zwischen Oder
und Warthe
Zwischen Seelow, Letschin und der polnischen Nachbarregion soll in den kommenden Jahren ein neues touristisches Netzwerk entstehen. Dafür stehen mehr als 1,6 Millionen Euro EU-Fördermittel zur Verfügung. Die Federführung übernimmt die Stadt Seelow. Das deutsch-polnische Projekt trägt den Namen „Oder-Warthe InfoNet“ und ist Anfang September gestartet. Beteiligt sind neben Seelow die Gemeinde Letschin sowie auf polnischer Seite Międzyrzecz, Kostrzyn nad Odrą, Słońsk und Santok. Der Landkreis Märkisch-Oderland und der Tourismusverband Seenland Oder-Spree begleiten das Vorhaben als assoziierte Partner.
Bis Ende Juni 2029 sollen an sechs Standorten moderne Informationspunkte entstehen. Geplant sind außerdem neue Tourist-Informationen, mehrsprachige und barrierefreie Angebote sowie digitale Möglichkeiten, mit denen Besucher die Region leichter entdecken können. Dabei sollen unter anderem Rad- und Wasserwege sowie Marinas stärker miteinander verknüpft werden. Auf der Oderinsel in Küstrin ist zudem ein Geschichtspfad vorgesehen. Tourismustage, ein Hafenfest und der World River Day gehören ebenfalls zum geplanten Programm.
Interessant ist auch ein Detail abseits von Fahrradkarte und Infoflyer: Die Informationen über die Region sollen künftig einheitlicher und so aufbereitet werden, dass sie in digitalen Kanälen und auch in KI-Anwendungen besser gefunden werden können. Nach Angaben des Tourismusverbandes Seenland Oder-Spree wird das Projekt mit genau 1.620.713 Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung gefördert. Die Laufzeit reicht vom 1. September 2026 bis zum 30. Juni 2029.
Für Märkisch-Oderland wird deshalb vor allem interessant, was von den 1,62 Millionen Euro am Ende konkret in Seelow und Letschin ankommt. Welche Informationspunkte dort entstehen und welche Investitionen vor Ort vorgesehen sind, geht aus den bislang veröffentlichten Angaben noch nicht im Detail hervor. Fest steht: Seelow übernimmt als Leadpartner die Koordination des grenzüberschreitenden Vorhabens. Und vielleicht sorgt das neue Netz am Ende tatsächlich dafür, dass der eine oder andere nicht nur durchs Oderbruch fährt, sondern auch anhält und verweilt.
Datum: 24.09.2026
Dieser Artikel wurde erstellt durch:
Redaktion MOL Nachrichten
Steffen Herre
Redakteur
