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 Moritz Terei nach dem Springen beim Deutschlandpokal in Oberhof

Moritz Terei nach dem Springen beim Deutschlandpokal in Oberhof
© Günter Grützner

Moritz Terei wieder unter die ersten Zehn

Nach zwei Kreuzbandrissen und zwei Jahren Pause

Die Kombinierer im nordischen Wintersport habe es schwer. Nicht nur, dass diese Disziplin jüngst aus dem olympischen Programm für 2030 geschmissen wurde, es fehlt ihnen auch am Nachwuchs. Und da gibt es wieder die alte Debatte, was war zuerst da: das Huhn oder das Ei. Zu wenig Kombinierer bedeuten kein Olympia, kein Olympia bedeutet fehlender Anreiz für die Leistungssportler.

Umso interessanter der Vergleich am Wochenende:
Deutschlandpokal der Spezialspringer im bayrischen Rastbüchl mit 77 Athleten, Deutschlandpokal der Nordischen Kombination in Oberhof mit gerade 50 Starterinnen und Startern. Ähnlich sieht es auch unter den Top-Athleten beim Wintersportverein 1923 in Bad Freienwalde aus: von den acht besten, die zur deutschen Nationalmannschaft gehören oder an Eliteschulen des Sports trainieren ist nur ein einziger Kombinierer und der heißt Moritz Terei.

Moritz gehört zur deutschen Junioren-Nationalmannschaft in der Nordischen Kombination. In den letzten zwei Jahren hat man allerdings nicht viel von ihm gehört. Das hat einen plausiblen Grund. Zweimal riss bei ihm das Kreuzband, als er gewaltige Sprünge schaffte und hoffnungsvoll nach Olympia schielte. Wahrscheinlich hätte jeder von uns nach solch einem Missgeschick aufgegeben, nicht aber Moritz Terei. Er rappelte sich jedes Mal wieder auf. Und so konnte er am Wochenende nach nur vier Wochen Sprungtraining erstmals wieder in das Wettkampfgeschehen eingreifen. Verständlich, dass der Bad Freienwalder noch etwas zaghaft auf der Schanze war, und so landete er nach dem Springen am Sonnabend "nur" auf Rang 19, am Sonntag war es dann Rang 17. Taktisch klug hing Moritz sich dann am Sonnabend über 10 km Rollerski an den laufstarken Noel Schmöller aus Rastbüchel und konnte sich so noch in der Ergebnisliste auf Rang 11 vorschieben. Was ihm da noch nicht ganz gelungen ist, schaffte er dann am Sonntag. Im Sprint über fünf km überholte er am letzten Berg noch einmal drei vor ihm und wurde so Zehnter. Nach zwei Jahren Verletzungspause beim ersten Wettkampfwochenende unter die ersten Zehn gesprungen und gelaufen, Hut ab und herzlichen Glückwunsch!

Aber am Wochenende gab es auch den Deutschlandpokal der Spezialspringer. Im bayrischen Rastbüchl ging ein Trio vom WSV 1923 dort an den Start. Minna Anklam, die das erste Mal überhaupt bei einem Deutschlandpokal startete,
landete am Freitag auf Rang Neun und am Sonnabend wurde sie dann Zehnte. Mila Twarok belegte jeweils die Plätze Fünf bzw. Sieben und Florian Fechner krönte die Ergebnisse der Bad Freienwalder Adler mit dem dritten Rang am Freitag und sogar Rang Zwei am Sonnabend. Nur den Hinterzartener Yann Kullmann musste er beide Male vorbeiziehen lassen.

Super-Ergebnis für die Bad Freienwalder.
Herzlichen Glückwunsch.

Textquelle: Günter Grützner

Datum: 31.08.2026


Moritz Terei beim Deutschlandpokal in Oberhof

Moritz Terei beim Deutschlandpokal in Oberhof
© Günter Grützner

Team Bad Freienwalde in Rastbüchl (von links: Mila Twarok, Minna Anklam, Florian Fechner

Team Bad Freienwalde in Rastbüchl (von links: Mila Twarok, Minna Anklam, Florian Fechner
© Jana Twarok

www.wsv-badfreienwalde.de



Dieser Artikel wurde erstellt durch:

Redaktion MOL Nachrichten
Andreas Prinz
Redaktion


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