© Andreas Prinz
Sprache und Eigensinn
Literarische Wanderungen
Anlässlich des kürzlich zurückliegenden 70. Todestages von Bertolt Brecht hat das Literaturmuseum den Autor Andreas Eichler nach Buckow eingeladen. Er begibt sich innerhalb seiner Vortragslesung im Brecht-Weigel-Haus auf Spurensuche durch Mitteldeutschland mit der Frage ‚was bleibt‛ von Brecht, Mann, Seghers und Co zwischen Braunschweig und Görlitz in den Städten zurück.
Ganz mit Gottfried Wilhelm Leibniz Worten gesagt: „Das Hochdeutsch ist die Einheit der Vielfalt deutscher Dialekte“, wurde hier in der Region zwischen Braunschweig und Görlitz um 1200 das Hochdeutsch erfunden. Die herausragenden Minnesänger vermochten erstmals Antworten auf drängende Existenzfragen in deutscher Sprache zu geben und weitere Erneuerungsbewegungen gingen von dieser Region aus. Mit der Aneignung unseres sprachlich-literarischen Erbes ist die Grundlage unserer Bildung zur Humanität gegeben, dabei ist die Sprachkompetenz die Voraussetzung eines selbstbestimmten Lebens.
Über hervorragende Personen versucht der Autor in seinem Buch den historischen Prozess fassbar zu machen und den literarischen Spuren in den heutigen Städten zu folgen. Und so dürfen wir neugierig bleiben, ob Loriot am Ende Recht behalten würde, wenn er sagte: „In einigen Generationen wird es genügen, sich grunzend zu verständigen“.
Die Veranstaltung ist gefördert durch den Brandenburgischen Literaturrat aus Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg.
Samstag, den 22.08.2026 um 18:00 Uhr
Eintritt: 15,00 € /ermäßigt 13,00 €
Reservierung: villa@brechtweigelhaus.de
Textquelle: Juliane Grützmacher
Datum: 21.08.2026
Dieser Artikel wurde erstellt durch:
Redaktion MOL Nachrichten
Andreas Prinz
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