© Steffen Herre
Hitzewelle & partielle Sonnenfinsternis
Wenn der Mond die Sonne frisst – mitten in der Rekordhitze - Der Extremsommer 2026 kennt kein Erbarmen.
Nach zwei Hitzewellen mit der 40-Grad-Marke im Juni und im Juli legt nun auch der August mit voller Wucht nach. Schon zum Wochenstart klettern die Temperaturen nach oben und in den Nächten kühlt es kaum noch ab. Für Millionen Menschen beginnt damit die nächste Belastungsprobe – Schatten, Wasser und ein kühler Keller werden ab sofort zu den besten Verbündeten.
Die große Frage der Woche: Knackt Deutschland zum dritten Mal in diesem Sommer die 40-Grad-Marke? Vieles spricht dafür. Ein kräftiges Hoch pumpt glühend heiße Luft aus dem Südwesten heran, besonders entlang des Oberrheins wird es brutal. Nach Wochenmitte sind dort verbreitet 36 bis 39 Grad möglich, in den bekannten Hitzekesseln am Rhein ist die volle 40 keineswegs ausgeschlossen. Zum Vergleich: Der Allzeitrekord aus dem Juni liegt bei knapp 42 Grad.
Der Höhepunkt zeichnet sich klar zum Ende der Woche ab. Nach dem heißen Auftakt schaukelt sich die Hitze Tag für Tag weiter hoch, bevor am Freitag der bislang heißeste Tag droht. Dann sind am Oberrhein Spitzenwerte um die 40 Grad möglich, im großen Rest des Landes 32 bis 38 Grad – selbst im hohen Norden geht es Richtung 33 bis 34 Grad. Von echter Abkühlung ist tagelang keine Spur.
Als wäre die Gluthitze nicht genug, folgt am Abend des 12. August das nächste Spektakel:
eine tiefe partielle Sonnenfinsternis, wie sie Deutschland seit Jahrzehnten nicht mehr erlebt hat. Zwischen etwa 19.15 und 21 Uhr verschwinden bis zu 90 Prozent der Sonne hinter dem Mond, tief am Nordwest-Horizont.
Wichtig: Wer live dabei sein will, braucht freie Sicht nach Nordwesten und unbedingt eine geprüfte Sonnenfinsternis-Brille. Ein ungeschützter Blick in die Sonne kann die Augen dauerhaft schädigen – ohne Vorwarnung, ohne Schmerz. Als Zugabe funkeln in derselben Nacht die Perseiden-Sternschnuppen vom mondlosen Himmel.
Danach deutet sich Entspannung an: Von der Nordsee sickert kühlere Luft ein, die Gewittergefahr steigt, lokal kann es krachen. Der Süden aber hält die Hitze am längsten fest. Fest steht: Drei Monate, dreimal Kurs auf 40 Grad – das gab es so noch nie.
Textquelle: J.Habermehl / Meteorologe von Meteored
Datum: 10.08.2026
Dieser Artikel wurde erstellt durch:
Film- und Fernsehproduktion Rätzel
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