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Was ist neu im August 2026?

Hier ein Überblick über das, was sich jetzt ändert oder in nächster Zeit auf den Weg gebracht wird:

Mehr Betreuung für Erstklässler.

Für Kinder, die im August in die erste Klasse starten, beginnt etwas Neues: Seit dem 1. August 2026 gibt es einen gesetzlichen Anspruch auf Ganztagsbetreuung. Der Anspruch soll in den kommenden Jahren Schritt für Schritt auf weitere Grundschulklassen ausgeweitet werden. Auch bestimmte Angebote der Jugendarbeit können während der Ferien unter Voraussetzungen dazu beitragen, den Betreuungsanspruch zu erfüllen. Für Familien soll das vor allem eines bringen: mehr Möglichkeiten, Beruf und Kinderbetreuung unter einen Hut zu bekommen.

KI soll erkennbar sein

Künstliche Intelligenz ist inzwischen überall. Bilder, Texte, Videos und Audios entstehen zunehmend mit Hilfe von KI. Ab dem 2. August gelten deshalb neue Vorgaben für Unternehmen beim Einsatz solcher Systeme. Für Verbraucher soll künftig besser erkennbar sein, wenn Inhalte maßgeblich mithilfe von KI erstellt worden sind.

Verpackungen: weniger Müll, besseres Recycling

Auch bei Verpackungen tut sich etwas. Neben dem beliebten Schraubdeckel sollen die neuen europäischen Vorgaben, die in weiten Teilen ab dem 12. August 2026 gelten, dabei helfen, Verpackungsabfälle zu vermeiden und Materialien besser wiederzuverwerten. Das Ziel: weniger Müll und Verpackungen, die sich am Ende auch tatsächlich vernünftig recyceln lassen. Bestimmte schwer recycelbare Kunststoffe und gefährliche Stoffe sollen deshalb stärker eingeschränkt werden.

Reparieren statt wegwerfen

Ein neues Recht auf Reparatur soll dafür sorgen, dass Elektrogeräte nicht ganz so schnell auf dem Müll landen. Hersteller bestimmter Geräte sollen diese künftig auch nach Ablauf der zweijährigen Garantie unter bestimmten Voraussetzungen reparieren. Die Regelung betrifft entsprechende Kaufverträge ab dem 31. Juli 2027!. Das ist vielleicht eine der Änderungen, die man im Alltag tatsächlich irgendwann bemerken könnte. Denn manchmal wäre eine Reparatur eben doch passender als ein Neukauf.

Straßen, Schienen und Brücken sollen schneller werden

Nicht die Straßen selbst, sondern vor allem deren Bau und Sanierung sollen schneller vorankommen. Mit dem Infrastruktur-Zukunftsgesetz sollen wichtige Projekte bei Straßen, Schienen, Brücken und Wasserstraßen zügiger umgesetzt werden können. Genehmigungsverfahren sollen verkürzt und besonders wichtige Vorhaben bevorzugt behandelt werden. Ob der neue Radweg, die Brücke oder die Bahnstrecke dadurch tatsächlich schneller fertig wird? Das wird die Praxis zeigen - ich bin gespannt.

Mehr Freiheit bei der Modernisierung von Gebäuden

Auch beim Thema Heizen und Modernisieren ändern sich die Rahmenbedingungen. Das neue Gebäudemodernisierungsgesetz soll klimafreundliche Heizungen fördern und Hauseigentümern gleichzeitig mehr Möglichkeiten bei der Entscheidung für die passende Technik lassen. Für Hausbesitzer bleibt das Thema damit auf jeden Fall interessant. Denn welche Heizung am Ende im Keller steht, ist längst nicht mehr nur eine Frage des persönlichen Geschmacks.

Mehr Gesundheitsangebote in Apotheken

Apotheken können bereits seit Juli zusätzliche pharmazeutische Dienstleistungen anbieten. Dazu gehören unter anderem bestimmte Impfungen, diagnostische Blutentnahmen und Schnelltests auf ausgewählte Erreger. Die Idee dahinter: Gesundheitsangebote sollen einfacher erreichbar sein und Prävention stärker in den Alltag kommen. Für viele Menschen dürfte die Apotheke damit ein Stück mehr zum ersten Anlaufpunkt werden, wenn es um bestimmte Gesundheitsfragen geht. Gerade in ländlichen Regionen, in denen Ärzte und Fachärzte vielerorts fehlen, klingt das zunächst sinnvoll. Nur frage ich mich: Können solche Angebote am Ende tatsächlich einen Arztbesuch oder gar den Facharzt ersetzen?

Digital durch den Flughafen

Auch beim Fliegen soll es an einigen Stellen digitaler werden. Eine freiwillige biometrische Abfertigung ermöglicht es Fluggästen künftig, bestimmte Kontrollpunkte kontaktlos zu passieren. Statt an jeder Station erneut Dokumente vorzuzeigen, soll die Identität über biometrische Verfahren bestätigt werden können.


Weniger Bürokratie für einige Gewerbe

Auch für Gewerbetreibende gibt es Änderungen. Unter anderem soll die Weiterbildungspflicht für Makler entfallen. Außerdem wird die sogenannte Genehmigungsfiktion auf alle erlaubnispflichtigen Gewerbe ausgeweitet. Auch für Schornsteinfeger gibt es eine Neuerung: Sie müssen künftig keine Heizungslabel mehr anbringen. Ob das alles am Ende wirklich weniger Papierkram bedeutet, wird sich zeigen. Aber zumindest auf dem Papier geht es in Richtung weniger Bürokratie, auch wenn dies fast ein ungewolltes Wortspiel ist.

Stromversorgung soll sicher bleiben

Und dann wäre da noch der Strom. Mit dem neuen Strom-Versorgungssicherheits- und Kapazitätengesetz soll gewährleistet werden, dass Deutschland auch in Zukunft zuverlässig mit Strom versorgt werden kann. Dafür sollen auf dem Strommarkt ausreichend flexible Kapazitäten zur Verfügung stehen. Übersetzt heißt das: Auch wenn sich die Energieversorgung verändert, soll der Strom nicht plötzlich knapp werden, wenn besonders viel gebraucht wird.

Textquelle: Steffen Herre

Datum: 04.08.2026


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Dieser Artikel wurde erstellt durch:

Redaktion MOL Nachrichten
Steffen Herre
Redakteur

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