Bis Ende August ist Harald Böhnke mit dem Spürgerät unterwegs in Müncheberg
© Hendryk Schütt
Müncheberg: Kontrolle Erdgasleitungen
durch EWE Netz
Versorgungssicherheit
EWE NETZ kontrolliert Erdgasleitungen in Müncheberg
Bis Ende August kontrolliert EWE NETZ rund 170 Kilometer Leitungen – für mehr Sicherheit in der Region.
- Routine-Überprüfung vom Ortsnetz und von Hausanschlüssen auf Privatgrundstücken
- Gasspürer kann jederzeit Vertragsfirmenausweis vorzeigen
Der Gasnetzbetreiber EWE NETZ beginnt am 20. Juli mit der Überprüfung der Gasleitungen in Müncheberg. Bis Ende August überprüft das Unternehmen rund 170 Kilometer Erdgasleitungen in der Stadt und ihren Ortsteilen. „Unser Ziel ist es, bei der Kontrolle der Ortsnetz- und Hausanschlussleitungen undichte Stellen aufzuspüren“, sagt EWE NETZ-Bezirksmeister Gordon Drews. Im gesamten EWE-Netzgebiet überprüft das Unternehmen jährlich etwa 25.000 Kilometer.
High-Tech im Einsatz
Erdgas besteht im Wesentlichen aus Methan und ist leichter als Luft. Sollte eine Gasleitung auch nur eine minimale Undichtigkeit aufweisen, steigt das Erdgas an die Oberfläche. „Wir nehmen es dann dort mit Hilfe einer Art High-Tech-Nase wahr“, so Gordon Drews. Das Messgerät bestehe aus einem langen Stab mit einem weichen Plastikteppich. „Darunter wird ständig Luft angesaugt, die in das eigentliche Messgerät geleitet wird. Sobald der Methan-Anteil pro Kubikmeter Luft höher als ein Hunderttausendstel ist, piept das Gerät“, erklärt der Bezirksmeister.
Sehr gutes Netz – kaum Schäden
„Unsere Kontrollen zeigen, dass unser Gasnetz in einem sehr guten Zustand ist. Die Anzahl der Schäden ist durch unsere kontinuierliche Instandhaltung und Wartung, aber auch unsere langjährigen Erfahrungen sehr gering", so Gordon Drews weiter. Der hohe Qualitäts- und Sicherheitsstandard mache sich zudem in den geringen Unterbrechungen der Gasversorgung bemerkbar.
Routine-Überprüfungen auch auf Privatgrundstücken
Neben den Leitungen entlang der Straße müssen bei den Routine-Überprüfungen auch die Hausanschlüsse auf den Privatgrundstücken kontrolliert werden. „Gerade hier werden immer wieder Leckagen entdeckt, die beispielsweise durch Bodeneinschlaghülsen für Zaunpfosten verursacht werden“, erläutert Gordon Drews. EWE NETZ bittet daher um Verständnis, wenn für die Prüfarbeiten Grundstückseinfahrten und Gärten betreten werden müssen. „Wir kontrollieren jeden Meter Leitung, um eine mögliche Leckage auszuschließen“, so der Bezirksmeister weiter. „Wir bitten daher alle Grundstückseigentümer um Unterstützung bei dieser wichtigen Tätigkeit.“
Gasspürer weist sich aus
Harald Böhnke von der Firma TBD aus Bernau führt die Überprüfung im Auftrag von EWE NETZ durch. Der Gasspürer kann jederzeit seinen Vertragsfirmenausweis vorzeigen. Bei trockenem Wetter schafft er pro Tag fünf bis acht Kilometer Kontrollgang. Bei Regen oder feuchter Witterung müsse die Überprüfung abgebrochen werden, da das hochempfindliche Spezialgerät dann kein Gas aufspüren kann.
Für den Anschlussnehmer sind die Sicherheitsüberprüfungen kostenlos. Die Überprüfung erfolgt in einem regelmäßigen Turnus von sechs Jahren. Sie ist im Regelwerk der Deutschen Vereinigung des Gas- und Wasserfaches (DVGW) vorgeschrieben.
Fakten
- Zeitraum: Mitte Juli bis Ende August 2026
- Umfang: ca. 170 km Gasleitungen in Müncheberg
- Regelmäßigkeit: alle 6 Jahre, vorgeschrieben durch DVGW
- Gesamtleistung: jährlich ca. 25.000 km Netzüberprüfungen
- Zustand: sehr gutes Gasnetz, geringe Schadensquote
- Kosten: für Anschlussnehmer kostenlos
Textquelle: EWE AG
Datum: 17.07.2026
Dieser Artikel wurde erstellt durch:
Redaktion MOL Nachrichten
Andreas Prinz
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