Regionale Wertschöpfung für Biowirtschaft: RegBio2B-Projekt
Über drei Jahre untersuchte des Projekt RegBio2B das Potenzial von Bio-Netzwerken für regionale Wertschöpfungskreisläufe und sozialen Zusammenhalt in ihren Regionen.
Beatrice Walthall, ZALF, Projektkoordination REGBIO2B sagt: „Das Besondere am Projekt RegBio2B ist für mich der ganzheitliche Ansatz. Sprich, das Projekt berücksichtigt nicht nur die ökonomischen Aspekte, sondern auch die sozialen Auswirkungen der regionalen Bio-Netzwerke. Diese ganzheitliche Betrachtung ist sehr spannend für mich, da sie eine umfassende Bewertung von Auswirkungen auf Wirtschafts- und Sozialsysteme sowie den gesellschaftlichen Zusammenhalt ermöglicht. Meiner Meinung nach ist das essentiell für die Gestaltung von zukunftsfähigen und resilienten Regionen.“
Drei Jahre lang haben Forschende des Leibniz-Zentrums für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) mit weiteren Partnern vier Bio-Wertschöpfungsnetzwerke in Brandenburg begleitet und dabei Erfolgsfaktoren, Herausforderungen und Zukunftsszenarien erarbeitet. Am 27. August 2026 von 10 bis 12 Uhr stellt das Forschungsteam die Ergebnisse des Projekts RegBio2B in einer Zoom-Konferenz vor. Das Projekt RegBio2B beschäftigt sich nicht mit dem Aufbau neuer Wertschöpfungsketten, sondern mit der Untersuchung bestehender Bio-Wertschöpfungsnetzwerke in der Region. Es soll herausgefunden werden, wie diese Netzwerke eine regionale Kreislaufwirtschaft fördern und welche sozialen Auswirkungen sie haben.
Interessierte können sich hier unter: Anmeldung RegBio2B-Abschlussveranstaltung für die Teilnahme anmelden.
Das Projekt RegBio2B untersucht lokale Bio-Wertschöpfungsnetzwerke in Brandenburg.
Die Region ist geprägt von landwirtschaftlichen Flächen und steht vor geografischen und sozialen Herausforderungen - daher ein idealer Standort für die modellhafte Untersuchung regionaler Bio-Netzwerke.
Das gesamte System betrachten
Das Projekt betrachtete die Bio-Netzwerke nach einem ganzheitlichen Ansatz: Die Forschenden untersuchten materielle und soziale Aspekte der regionalen Bio-Netzwerke sowie ihre Verflechtungen. Ziel war es herauszufinden, welchen Beitrag die Bio-Netzwerke zu regionalen Kreislaufsystemen und gesellschaftlichem Zusammenhalt erbringen. Die Forschenden gingen unter anderem Fragen nach wie: Wie wirkt sich ein Austausch von Waren auf die sozialen Beziehungen im Netzwerk aus und wie wichtig sind geteilte Werte, um gemeinsam zu wirtschaften?
Herausforderungen und Chancen
In Brandenburg gibt es bereits viel regional ökologischen Landbau, aber auch große landwirtschaftliche Strukturen sowie fehlende Verarbeitungs- und Vermarktungseinrichtungen, die regionale Wertschöpfung erschweren. Diesen Herausforderungen entgegentretend liefert die Abschlussveranstaltung Antworten zu:
Voraussetzungen und Erfolgsfaktoren von bio-regionalen Netzwerken
Rückschlüssen auf den sozialen Zusammenhalt im Netzwerk
Praktischen Tipps für Menschen die sich im Aufbau und Erhalt bioregionaler Wertschöpfungsnetzwerke engagieren
Das Projekt zielt auf die Beantwortung folgender Fragen:
Welche Chancen ergeben sich aus dem Auf- und Ausbau regionaler Bio-Netzwerke für eine Kreislaufwirtschaft?
Was sind die Voraussetzungen für den Aufbau gefestigter und nachhaltiger Netzwerke zwischen den Akteuren innerhalb der einzigartigen Betriebsstrukturen?
Welche Rückschlüsse auf den sozialen Zusammenhalt ergeben sich?
Welche Faktoren fördern oder behindern den Ausbau des ökologischen Landbaus im Rahmen eines Netzwerkansatzes?
Förderhinweis: Das Projekt wurde vom Ministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) des Bundes gefördert.
Verbundpartner RegBio2B:
Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF)
Institut für Agrar- und Stadtökologische Projekte an der Humboldt-Universität zu Berlin (IASP)
Institut für Tierernährung, Freie Universität Berlin
Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau Berlin-Brandenburg (FÖL) e.V.
Assoziierte Partner:
Finck Stiftung gGmbH
Leguminosen-Netzwerk LeguNet
Netzwerk:
WUKANTINA
Märkisches Landbrot
Bio-Gärtnerei Watzkendorf
Brandenburger Bio-Ei GmbH
Mehr Informationen: Projekt REGBIO2B
Textquelle: Projekt REGBIO2B
Datum: 17.07.2026
Betriebsführung für die Netzwerkpartner von RegBio2B bei der Märkisches Landbrot GmbH. Das Projekt brachte Akteure aus der Bio-Lebensmittelwirtschaft, der Landwirtschaft und der Forschung zusammen.
© Benedikt Hoppe / ZALF
Dieser Artikel wurde erstellt durch:
Film- und Fernsehproduktion Rätzel
Stephan Rätzel
Redaktion
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