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Fußball-Darts: Jeder Verein durfte dreimal schießen. Die überdimensionale Scheibe kann der MTV 1860 auch verleihen.

Fußball-Darts: Jeder Verein durfte dreimal schießen. Die überdimensionale Scheibe kann der MTV 1860 auch verleihen.
© Gabriele Rataj

Verhaltener Andrang

Ein Dutzend Stände und Stationen, Infos, Programm und Aktionen – zum Tag der Vereine auf dem Kirchplatz wurde ein kleiner Einblick in die vielfältige Vereinslandschaft der Stadt gegeben.

Altlandsberg. Eine Riesen-Dartsscheibe neben dem ältesten Gemäuer der Stadt. Tuckernde und nach Benzin "duftende" alte Motoren vor der Mauer zum Schlossgut und tanzende Kinder vor dem Eingang zur Stadtkirche. Teils große Geschütze sind am Sonnabend (30. Mai 2026) auf dem Kirchplatz aufgefahren wurden, um am Tag der Vereine auf sich aufmerksam zu machen: Hier sind wir, und wir bringen allerhand in Bewegung!

Denn was tun, wenn Schule, Arbeit und Hobby abgehakt sind und Freizeit angesagt ist? Wer sich dem bunten Leben und geselligen Miteinander in der Stadt und ihren Ortsteilen verschrieben hat und in einem der zahlreichen Vereine zu Hause ist, kann davon erzählen.

Zwölf von ihnen – von Bibliotheks-, Heimat- und Kleingartenverein sowie dem FK Stadtkirche über die Freunde alter Landtechnik, die Sportler oder die Johanniter-Unfall-Helfer bis zu den Chören, dem Nabu und dem Seniorenbeirat - waren dabei und hofften auf Zulauf.

Wie beim MTV Altlandsberg, der mit seiner überdimensionalen Darts-Scheibe angerückt war. Anstelle von Pfeilen konnten sich die anwesenden Vereinsmitglieder per Softfußball in Zielsicherheit messen. Wo der Klettball hängen blieb, gab es dafür Punkte und vielleicht den Wunsch, öfter mal zu kicken. Denn vielfach steht das Thema Nachwuchs ganz vor auf der Agenda.

Am Bücherstand wühlen, sich im Bewegungs-Check beim Verein Kultur-GUT und Sport Wesendahl testen, den Blütenkrümeln beim Tanzen zuschauen oder in der Kirche einem der drei Chöre aus den Ortsteilen zuhören – der Wahlmöglichkeiten gab es genug.

Ob es den Neugierigen an die Bowle und das Holunderbrot aus dem Blumentopf am Stand des Heimatvereins trieb oder zu den verlockenden Köstlichkeiten des vorrangig in Ostdeutschland agierenden Vereins Für Kindheit und Jugend, ob zu Bratwurst und Bier beim FK Stadtkirche oder zum Kuchenstand des Seniorenbeirates – Versorgung war gesichert.

Wer sich an letzterem Stand zum Kaffee niederließ, konnte zudem alte DDR-Pfennige in einen von drei Bechern werfen. Der Erlös des Verkaufs kam einem von drei eingereichten Projekten zugute und wurde zugunsten einer Dankeschön-Fahrt für die tanzenden Blütenkrümel zu Willes Welt nach Müncheberg entschieden.

Sie alle hatten es an jenem Sonnabend indes nicht eben leicht. Am Vormittag waren am Sportplatz Bollensdorfer Weg die Bereichsmeisterschaften der Jugendfeuerwehren gestartet worden. Auf dem Marktplatz, hieß es, hätte der Verein der Freunde des Marktplatzes etwas organisiert. Nebenan standen Frischemarkt, Schlossgut-Führung und Vernissage auf dem Programm. Am Abend eröffnete der Freundeskreis der Stadtkirche zudem seine Sommerkonzert-Reihe. Überdies fielen noch die Einschränkungen durch die Straßenbauarbeiten ins Gewicht und in der Erlengrundhalle absolvierten Altlandsbergs Handballer ihr letztes Heimspiel der Saison. Und alle hofften auf Besucher.

Viel Vorbereitung für ein leider geringes Publikum, um vielleicht auch und gerade bei jüngerem Nachwuchs zu punkten. Vielleicht wäre das Zusammenlegen mit dem zwei Tage später von der Stadtverwaltung organisierten und vielen Vereinen unterstützten Kindertag auf dem Sportplatz eine geeignetere Variante. Eine Überlegung, die es wert sei, wiegte Bürgermeister Michael Töpfer, daraufhin angesprochen, nachdenklich den Kopf.

Textquelle: Gabriele Rataj

Datum: 02.06.2026


Blütenkrümel in Bewegung: Die Jugendformation der Wesendahler Tanzblüten gewinnt den Erlös vom Kaffee-Kuchen-Stand des Seniorenbeirates.

Blütenkrümel in Bewegung: Die Jugendformation der Wesendahler Tanzblüten gewinnt den Erlös vom Kaffee-Kuchen-Stand des Seniorenbeirates.
© Gabriele Rataj

Land-Kultur und Technik-Freunde: Wer sich dafür interessiert, kann sonntags um 8 Uhr im Zentrum des Scheunenviertels vorbeischauen.

Land-Kultur und Technik-Freunde: Wer sich dafür interessiert, kann sonntags um 8 Uhr im Zentrum des Scheunenviertels vorbeischauen.
© Gabriele Rataj



Dieser Artikel wurde erstellt durch:

Redaktionsbüro reisereste.de
Gabriele Rataj
Redakteurin

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