Ausbildung im Rettungsdienst – eine reine Männerdomäne?
In dieser Woche fand der zweite Teil des Auswahlverfahrens für unsere Ausbildungsplätze „Notfallsanitäterin/Notfallsanitäter“ der Gemeinnützige Rettungsdienst Märkisch-Oderland GmbH (GRMOG) des Einstellungsjahrgangs 2026 am Standort des Rettungsdienstzentrums in Strausberg statt.
Insgesamt hatten sich bis zum Fristende 108 interessierte Frauen und Männer bei uns beworben. Allen wurde die Möglichkeit gegeben, am ersten Teil des Auswahlverfahrens am 18.02. oder 19.02.2026 teilzunehmen. Insgesamt 67 Bewerberinnen und Bewerber haben hiervon Gebrauch gemacht.
Die täglichen Herausforderungen in der rettungsdienstlichen Tätigkeit sind ähnlich der pflegerischen Tätigkeit im Krankenhaus für Frauen und Männer gleich. Notfallpatientinnen und -patienten unterscheiden an der Einsatzstelle nicht nach den Geschlechtern. Daher werden alle Bewerberinnen und Bewerber in den zu erfüllenden Anforderungen und Bewertungskriterien im Auswahlverfahren gleichgestellt.
Der erste Teil des zweistufigen Auswahlverfahrens umfasst neben schriftlichen Aufsätzen und einem Test des Allgemeinwissens mit Bezug zu unserem Landkreis auch einen Fitnesstest. Warum? Die rettungsdienstliche Tätigkeit ist schwere körperliche Arbeit. Aus diesem Grund stellen sich alle Bewerberinnen und Bewerber den Stationen 1000m-Lauf, Personen-Transport mit Tragetuch (mit einem Dummy), einem Koordinationsparcours, Liegestütze und Treppensteigen mit zwei gefüllten Rettungsdienstrucksäcken.
Diese Stationen simulieren die verschiedenen Belastungen, welche im Einsatzfall auf die möglichen Auszubildenden zukommen können. Aus dem ersten Auswahlverfahren haben wir 15 Bewerberinnen und 17 Bewerber zum zweiten Teil einladen können. Aus diesem Pool werden wir die maximal acht zur Verfügung stehenden Ausbildungsplätze für das Jahr 2026 besetzen.
Derzeit werden 22 Auszubildende in der GRMOG ausgebildet, davon 16 Frauen. In den letzten Jahren konnte der Anteil weiblicher Beschäftigter mit rettungsdienstlicher Tätigkeit in der GRMOG insbesondere durch die Berufsausbildung kontinuierlich gesteigert werden. Er liegt jetzt bei ca. 35%.
Die Notfallrettung ist keine Männerdomäne. Dazu trägt insbesondere die berufliche Erstausbildung bei, die Frauen und Männern die gleichen Möglichkeiten bietet, den Zugang hierzu zu erhalten.
Datum: 18.03.2026
Dieser Artikel wurde erstellt durch:
Gemeinnützige Rettungsdienst Märkisch-Oderland GmbH
Daniel Werner
Öffentlichkeitsarbeit
