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© Steffen Herre

Winterübung auf dem Straussee

Wasserwacht Strausberg

Straussee heute. Knapp über null Grad. Die Eisdecke taut an, Wasser schimmert darunter, leichter Nebel zieht über das Wasser und die Ufer. Für viele ein Grund, vorsichtig zu sein oder drinnen zu bleiben. Für die Wasserwacht Strausberg und die Freiwilligen Feuerwehren der Region war es die perfekte Gelegenheit für eine Live-Übung, die ernsthafter nicht sein könnte. Menschen retten, die eingebrochen sind. Auf dem Eis. Im eiskalten Wasser. Unter Bedingungen, die jeden Schritt, jeden Griff fordern.

Das Eis wirkt still, fast verführerisch, doch es ist unberechenbar. Kälte kriecht in die Finger, die Muskeln werden steif, der Nebel verschluckt Sicht und Abstand. Jeder Griff muss sitzen. Wer hier arbeitet, muss Kraft, Technik, Konzentration, Teamgeist und Respekt mitbringen – Respekt vor der Natur und Respekt vor der Verantwortung, die auf den Schultern liegt.

Heute hatten Feuerwehren die Chance, gemeinsam mit der Wasserwacht zu trainieren. Selten bietet sich diese Gelegenheit und daher waren Feuerwehren aus den umliegenden Gemeinden mit einem großen Aufgebot vor Ort. Viele verrichten ehrenamtlich diese Aufgabe. Stunden der Vorbereitung, schweres Gerät, Schlauchboote, Leitern, Gleittragen. Drei Eislöcher boten Raum für verschiedene Rettungstechniken. Jeder Handgriff, jede Bewegung, jede Variante wurde ausprobiert, geübt, angepasst. Vom sicheren Zugang über Rettungsleinen bis zu Schlepp- und Grifftechniken.

Es war hart. Kalt. Anstrengend. Der Nebel verschluckte Geräusche, ließ das Wasser noch stiller, das Eis noch unberechenbarer wirken. Aber genau diese Bedingungen sind realistisch. Sie bereiten auf den Ernstfall vor. Sie zeigen, wie wichtig Teamgeist, Erfahrung und Training sind.

Und dennoch war es ein Tag voller Zusammenhalt, voller Menschlichkeit, voller Dankbarkeit. Zu sehen, wie Profis und Ehrenamtliche Seite an Seite arbeiten, aufeinander achten, sich gegenseitig stützen und aufeinander verlassen, war beeindruckend für mich. Wie viele freiwillig ihre Zeit und Energie einsetzen, um die Sicherheit anderer zu gewährleisten, ist mehr als lobenswert.

DANKE und RESPEKT an die DRK Wasserwacht Strausberg und an alle beteiligten Feuerwehren.

Mit dabei waren die DRK Wasserwacht Strausberg, die Freiwilligen Feuerwehren Strausberg, Buckow, Waldsieversdorf, Petershagen/Eggersdorf und Hohenstein.

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Datum: 07.02.2026


© Steffen Herre

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Dieser Artikel wurde erstellt durch:

Redaktion MOL Nachrichten
Steffen Herre
Redakteur

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