© Steffen Herre
Wochenende –
von Drinks bis Fackellicht
Es gibt Wochenenden, die wirken wie ein grauer Februartag.
Und es gibt dieses hier:
Winterferien in Märkisch-Oderland. Kalte Luft. Grauer Himmel. Eis und Schnee - nicht nur bei Olympia. Und dennoch gibt es überall in unserer Region kleine und große Gründe, nicht auf dem Sofa zu versacken.
Freitag.
In Ahrensfelde wird die Ninja Hall gestürmt, während in Trebnitz Erwachsene mit oder ohne Talent den Stift in die Hand nehmen. In Buckow laufen Gabby und Checker Tobi warm, die drei Fragezeichen übernehmen später das Kommando. Wer es aktiver mag, geht in Rüdersdorf auf Fackelwanderung. Flammen im Dunkeln. Das hat etwas Ursprüngliches, das zu unserer Landschaft und dem Museumspark passt.
Abends wird es literarisch in Bad Freienwalde mit Ursula Krechel, schräg in Strausberg mit Travestie, intensiv im Kleist Forum in Frankfurt. Und in Buckow? Immer Popcorn satt. Aber Achtung: Der kleine Saal hat nur 18 Plätze. Wer zögert, steht draußen.
Samstag.
Der Tag beginnt draußen. Achtsamkeitswanderung in Buckow, Eiszeitwanderung im Freienwalder Canyon, Pilze und Winterschätze in Strausberg. Genau diese Mischung macht Märkisch Oderland aus: Wald, Weite, Geschichte und Menschen, die etwas anbieten.
Wer es handfester mag, lernt in Altlandsberg das Spinnen vom Schaf zur Wolle oder repariert im Repair Café in Rehfelde das, was andere längst entsorgt hätten.
Familien zieht es ins MAFZ nach Paaren oder zum Wolfsfrühstück in die Schorfheide. Und irgendwo dazwischen rollen Modellbahnen, Bäume werden diskutiert und Musicalträume erfüllt.
Abends dann Karneval, u.a. in Hennickendorf und Lebus, Rock in Neuenhagen, Lesung in Altlandsberg oder Funzelführung im Kloster Chorin. Dunkelheit. Geschichte. Schritte auf altem Stein....und Eis.
Sonntag.
Wer anpacken will, hilft in Hennickendorf beim Moor Arbeitseinsatz. Draußen sein, etwas Sinnvolles tun, danach Bratwurst vom Grill. Lecker.
In Bad Freienwalde steigt die Herrensitzung, später erklingen romantische Lieder voller Sehnsucht. In Altlandsberg dürfen kleine und große Lokführer ans Stellwerk. In Frankfurt-Oder läuft Musical für alle, die Steinspuren suchen. In Buckow flimmern weiter die Filme, von Kinderkino bis Nostalgiker. Und am Abend wird in Klosterdorf frei getanzt. Ohne Etikett. Ohne Erwartung. FREI.
Dieses Wochenende ist kein riesen Spektakel.
Es ist: Märkisch-Oderland. Es sind wir, die Menschen hier.
Ein Angebot, rauszugehen. Freunde zu treffen. Etwas zu fühlen..., vielleicht schon Frühling?!
Zwischen Oderbruch, Märkischer Schweiz und all den kleinen Orten dazwischen.
Oder wie wir sagen würden:
Nicht nur funktionieren. LEBEN!
Viel Spaß wünscht die Redaktion von MOL-Nachrichten.
Datum: 06.02.2026
Bötzsee
© Steffen Herre
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Dieser Artikel wurde erstellt durch:
Redaktion MOL Nachrichten
Steffen Herre
Redakteur
