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Steil bergauf – die Route von Wriezen in den Bad Freienwalder Stadtforst musste ohne Navi und Smartphone gefunden werden

Steil bergauf – die Route von Wriezen in den Bad Freienwalder Stadtforst musste ohne Navi und Smartphone gefunden werden
© Evangelische Johanniter-Schulen Wriezen / Mathias Lillge

Wriezener Zehnklässler im Survival-Modus

Zwei spannenden Tage in der Ostbrandenburger „Wildnis“ / Survival-Sixpack: Feuer, Essen, Trinken, Schutz, Rettung, Orientierung

Wie lange würde man eigentlich brauchen, um einmal quer durch das ferne Sibirien zu laufen? Und wie könnte man draußen überleben? Wie ließe sich im strömenden Regen ein Feuer anzünden? Wie schützt man sich vor Kälte, Wind und wilden Tieren, orientiert sich, wenn der Akku im Handy endgültig den Geist aufgegeben hat?

Im Rahmen der Projektwoche 2026 versuchten fünfzehn Jugendliche aus den Klassenstufen 8 und 10 unter der Anleitung und Begleitung von Lehrer Mathias Lillge und dem Bad Freienwalder Sozialpädagogen Tom Schirrmeister Antworten auf diese Fragen zu finden.

Das Projekt fand bereits zum dritten Mal statt, in diesem Jahr jedoch mit einer entscheidenden Neuheit: Erstmals sollte es abends nicht mehr zurück in die Sicherheit der heimatlichen Elternhäuser gehen – Übernachten im Wald war angesagt. „Das war nicht unbedingt meine erste Idee“, schmunzelt Mathias Lillge.
Schülerinnen und Schüler, die bereits 2025 am Projekt teilnahmen, hätten sich dies unbedingt gewünscht. Mit der Köhlerei der Stephanus-Stiftung vor den Toren von Bad Freienwalde war nach einigem Suchen ein verlässlicher Partner gefunden: Diese bietet sowohl Gelegenheit zum Schlafen drinnen auf dem Fußboden; die ganz Mutigen können auch draußen unter dem Schleppdach am offenen Kamin schlafen.

Bei den Temperaturen unter dem Gefrierpunkt war schnell klar, dies würde eine echte Herausforderung werden, der sich jedoch die Schülerinnen und Schüler der zehnten Stufe stellten – und im Freien übernachteten. Eine zusätzliche auch für die Aufsicht. Alle zwei Stunden machte der Lehrer die Runde - sicher ist sicher. Erkenntnis der Nacht: Motivation und Einstellung sind die eine – die passende Ausrüstung die andere Seite der Medaille.

Der Januar 2026 hielt für die Jugendlichen noch andere Hürden parat: Zwar ließe sich ausreichend Eis zur Herstellung von Trinkwasser gewinnen – jedoch machten es Frost und der gefrorene Boden schwer, notfalls essbare Pflanzen oder Wurzeln zu finden. Und - alle Wege waren höllisch glatt, so dass das Vorankommen mitunter sehr beschwerlich war.

Erkenntnis 2: Mit Feuerstahl und Birkenrinde gelingt es fast immer, auch ohne Zündhölzer oder Feuerzeug ein wärmendes Feuer zu entfachen. Totholz für dessen Unterhalt ließe sich in Hülle und Fülle finden.

Weitere Einsichten: Mit einer Rettungsdecke und einer Taschenlampe lässt sich eine gute Signalanlage bauen. Nur der Umgang mit Karte und Kompass ist und bleibt schwierig: Google und andere Online-Kartendienste machen eben bequem. Wo liegt eigentlich Norden?

Nach den zwei Tagen konnten die Begleiter in geschaffte – jedoch strahlende Gesichter blicken.
Und es blieb noch so viel Kraft, um zum Abschluss gemeinsam neue Ideen für das Survival-Projekt 2027 zu schmieden. Howdie!

Textquelle: Evangelische Johanniter-Schulen Wriezen / Mathias Lillge

Datum: 04.02.2026


Mit Feuerstahl und Birkenrinde gelingt es fast immer, auch ohne Zündhölzer oder Feuerzeug ein wärmendes Feuer zu entfachen.

Mit Feuerstahl und Birkenrinde gelingt es fast immer, auch ohne Zündhölzer oder Feuerzeug ein wärmendes Feuer zu entfachen.
© Evangelische Johanniter-Schulen Wriezen / Mathias Lillge

Als Betreuer mit dabei – der Bad Freienwalder Sozialpädagoge Tom Schirrmeister (re.)

Als Betreuer mit dabei – der Bad Freienwalder Sozialpädagoge Tom Schirrmeister (re.)
© Evangelische Johanniter-Schulen Wriezen / Mathias Lillge

www.johanniterschulen.de



Dieser Artikel wurde erstellt durch:

Film- und Fernsehproduktion Rätzel
Stephan Rätzel
Redaktion


Tel.: 033 456 72 19 89

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