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Social Media Verbot –

Landesschülerrat dagegen

„Verstehen statt verbieten“

Die Debatte um ein mögliches Social Media Verbot für Jugendliche gewinnt bundesweit an Fahrt. Der Landesschülerrat Brandenburg positioniert sich nun klar gegen ein generelles Verbot – und fordert stattdessen mehr verbindliche Medienbildung an Schulen.

Für den Landesschülerrat gehören soziale Medien längst selbstverständlich zum Alltag junger Menschen. Sie sind Kommunikationsraum, Informationsquelle und ein wichtiger Bestandteil gesellschaftlicher Teilhabe. Ein pauschales Verbot würde Jugendlichen diese Räume entziehen, ohne die zugrunde liegenden Probleme zu lösen. Vielmehr, so die Kritik, würden sich Nutzung und Diskussionen lediglich in weniger kontrollierbare Bereiche verlagern.

Jakob Stamm, Sprecher des Landesschülerrates, bringt es auf den Punkt: „Statt zu verbieten, müssen wir verstehen. Schülerinnen und Schüler müssen wissen, wie soziale Medien funktionieren, wie Algorithmen Inhalte auswählen und verstärken und wie man Informationen kritisch prüft.

Der Rat fordert deshalb eine verbindliche Integration von Medienbildung in den Unterricht. Medienkompetenz dürfe kein Zusatzangebot bleiben, sondern müsse fest im Lehrplan verankert werden. Dafür brauche es Zeit, klare Konzepte und gezielte Fortbildungen für Lehrkräfte. Gleichzeitig sieht der Landesschülerrat auch die Plattformbetreiber in der Pflicht. Mehr Transparenz und ein konsequenterer Umgang mit problematischen Inhalten seien unerlässlich.

Die aktuelle Diskussion zeige vor allem eines: Die Unsicherheit im Umgang mit digitalen Medien ist groß. Ein Verbot allein schaffe jedoch keine Medienkompetenz.

Textquelle: Landesschülerrat Brandenburg

Datum: 04.02.2026




Dieser Artikel wurde erstellt durch:

Redaktion MOL Nachrichten
Steffen Herre
Redakteur

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