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Die Beschilderung im Ort weist Falkenhagen als eine touristisch besuchenswerte Gemeinde aus.

Die Beschilderung im Ort weist Falkenhagen als eine touristisch besuchenswerte Gemeinde aus.
© Gabriele Rataj

Abstieg ins Unterirdische

„Geheimobjekt Seewerk Falkenhagen“ nennt das Ehepaar Richter seine neue filmische Reise in das etwa 30 Hektar große Areal mitten im Wald nahe der gleichnamigen Gemeinde und erzählt aus dessen spannender Geschichte.

Oberbarnim. Fest notieren sollten sich daher Interessierte diesen Termin zum Monatsende im Dorfgemeinschaftshaus in Ernsthof, Mittelstraße 11. Am 30. Januar 2026, ab 19:00 Uhr, nehmen die Hobbyfilmer Kerstin und Torsten Richter Besucher mit in eine der größten Bunkeranlagen Deutschlands.

1938/39 enteigneten die Nationalsozialisten die bisherigen Eigentümer dieses Areals, ließen das einst dort auch befindliche Schloss abreißen und begannen 1940 mit dem Bau des Geheimobjektes „Seewerk“. So nachzulesen u.a. auf der Webseite der Gemeinde Falkenhagen. Jene liegt idyllisch in einer eiszeitlichen Seen-Rinne zwischen den Bundesstraßen 1 und 5. Nicht wenige zieht es besonders im Sommer beispielsweise an den Gabelsee (einen von sechs dort befindlichen Seen und Kleingewässern) zum Baden oder sie checken ein in das dort erbaute Hotel Luisenhof, um die schöne Region zu erkunden.

Was sich indes im nahen Wald verbirgt, ist auf den ersten Blick kaum zu vermuten und wird auf einschlägigen Internetseiten sogar als Deutschlands größte unterirdische Bunkeranlage bezeichnet. In der viergeschossigen Anlage mit Lagern und Bahnanschluss wurde im dritten Reich der sogenannte N-Stoff produziert. Auf der Gemeinde-Webseite erfährt man auch, dass der Bunker später durch die Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland zur ABC-sicheren Ernstfall-Einsatzkommandozentrale des Warschauer Pakts umgebaut und Ende der 1960er Jahre dort sogar Plasmaforschung betrieben wurde.

Die beiden Hobbyfilmer konzentrieren sich am 30. Januar, 19:00 Uhr, jedoch auf die Zeit zwischen 1939 und 1945, den „Ort Falkenhagen, die NS-Kampfstoff-Fabrik und die Eisenbahnverbindungen“.

Textquelle: Gabriele Rataj

Datum: 16.01.2026


Unterwegs auf attraktiven Wanderwegen um Falkenhagen herum ahnt der unbefangene Besucher nicht, dass sich unweit davon eine von Deutschlands größten Bunkeranlagen befindet.

Unterwegs auf attraktiven Wanderwegen um Falkenhagen herum ahnt der unbefangene Besucher nicht, dass sich unweit davon eine von Deutschlands größten Bunkeranlagen befindet.
© Gabriele Rataj

Beim Blick über die idyllischen Seen vermutet kaum jemand jenseits im Wald die einstige Produktionsstätte für Kampfmittel.

Beim Blick über die idyllischen Seen vermutet kaum jemand jenseits im Wald die einstige Produktionsstätte für Kampfmittel.
© Gabriele Rataj



Dieser Artikel wurde erstellt durch:

Redaktionsbüro reisereste.de
Gabriele Rataj
Redakteurin

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