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Irina Scherbakowa

Irina Scherbakowa
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Lesung mit Friedensnobelpreisträgerin

Irina Scherbakowa zu Gast beim Verein mach art

Am 27. Februar 2025 wird im Gemeindesaal Hoppegarten ab 19:00 Uhr die Friedensnobelpreisträgerin 2022 und Mitbegründerin der „Gruppe Memorial 1989“, Irina Scherbakowa, zu Gast sein, und ihr aktuelles Buch „Der Schlüssel würde noch passen"- Moskauer Erinnerungen (erschienen im Verlag DROEMER) vorstellen. In ihrem neuen autobiografischen Buch teilt die bedeutende russische Oppositionelle Irina Scherbakowa ihre Erinnerungen an das Leben in Russland nach der Perestroika. Die Mitbegründerin der Menschenrechts-Organisation Memorial, die 2022 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde, verwebt dabei eigene Erfahrungen und gesellschaftliche Betrachtungen eng mit der russischen Geschichte und Politik des 20. Jahrhunderts.

Seit 2022 lebt die Historikerin, Germanistin und Publizistin Irina Scherbakowa im Exil in Tel Aviv und Deutschland. Ausgehend von ihrem Leben in Moskau und der Wohnung mit vielen Familienerinnerungen und Erbstücken, die sie und ihr Mann zurückließen, reist sie in der Zeit zurück. Sie berichtet vom Alltag und vom politischen Aufbruch in Russland zu Beginn der 1990er Jahre und beschreibt dabei die ungewohnte Freiheit und wie die Menschen mehr schlecht als recht damit umzugehen lernten. Scherbakowas Thema ist auch ihre bis heute andauernde, aktive politische Tätigkeit, ihr Kampf gegen Staatsterror und für die Aufarbeitung des Stalinismus und das scheinbar unaufhaltsame Abgleiten Russlands in die Diktatur.

Eine Friedensnobelpreisträgerin kommt nach Hoppegarten. Das zeugt von einem überaus guten Ruf der Lesungen, die die Gruppe „mach art“ den Bürgern präsentieren kann. Wie kam es dazu? „Ich bin von dem Literatur- und Pressebüro Politycki & Partner aus Hamburg kontaktiert worden, ob Interesse an einer Lesung mit der Autorin besteht, die seit dem Frühjahr 2022 im Exil in Israel und Berlin lebt und arbeitet. Meine Zusage kam sofort“, sagt der Veranstalter Raymund Stolze von der Gruppe „mach art“ im Hönower Bürgerverein. Und er hat noch eine positive Information aus der Vereinswelt in Hoppegarten. „Der Verein der Landfrauen hat sich bereit erklärt, für diesen Abend den Saal für die Veranstaltung zu mieten, der ja nur einmal im Jahr pro Verein für eine Veranstaltung kostenlos zur Verfügung steht. „Wir haben diese Möglichkeit bereits für das vierte Neujahrskonzert genutzt und müssten nun 300 Euro Miete zahlen. Danke für das heimatliche Engagement an die Landfrauen.“

Ab sofort können für diese außergewöhnliche Veranstaltung online unter reservierung@gruppe-mach-art.de Plätze gebucht werden.

Textquelle: Irina Voigt

Datum: 13.01.2026


Datei: Plakat zur Veranstaltung



Dieser Artikel wurde erstellt durch:

Redaktionsbüro reisereste.de
Edgar Nemschok
Redakteur

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